Wer ist Carl I.? Auf den Spuren des Herzogs von Braunschweig-Wolfenbüttel

21. November 2013 bis 1. Feburar 2015

Zum Abschluss des Carl300-Jahres fragt die Sonderausstellung nach jenem Herzog, der vor drei Jahrhunderten geboren wurde – und der gewissermaßen bis heute fortlebt: Viele der Einrichtungen, die Carl I. (1713-1780) einst gründete, existieren noch immer.

Die Inszenierung versetzt den Betrachter an das damalige Residenzschloss, das Carl zu seiner Hauptresidenz machte. Bisweilen ungewöhnliche Dokumente legen Zeugnis ab von seinen Projekten: beispielsweise seine „Instructionen“ für den Betrieb des Collegium Carolinum – der heutigen TU Braunschweig – oder ein früher Antrag auf eine Gebäudeversicherung bei der von ihm gegründeten Brandversicherungsgesellschaft – der heutigen Öffentlichen Versicherung. So zeigt die Spurensuche überraschende Verbindungen von „damals“ und „heute“ auf. Ein besonderer Höhepunkt der kleinen Schau sind luxuriöse Kunstgegenstände, die aus dem Wirtschaftsförderungsprogramm Carls hervorgegangen sind: etwa Fürstenberger Porzellan, Lackwaren von Stobwasser, ein Perltisch aus der Produktion van Selows oder eine Braunschweiger Kommode als Staatsmöbel. Der herzoglichen Familie ist eine Porträtgalerie im Arbeitszimmer des Schlossmuseums gewidmet.

„Als aufgeklärter absolutistischer Fürst war Herzog Carl für innovative Ideen seiner Zeit aufgeschlossen und versuchte, sie in seinem Herzogtum umsetzen zu lassen: etwa öffentliche Kultur- und Bildungseinrichtungen, Wirtschaftsförderung, ein staatliches Sozialwesen oder zuverlässige Versicherungs- und Kreditanstalten. So entstanden Einrichtungen, die heute ein ganz selbstverständlicher Bestandteil unseres Lebensalltags im Braunschweiger Land sind. Carl ist also ein schönes Beispiel dafür, wie die Geschichte unsere Gegenwart berührt“, erläutert Museumsleiterin Anne-Kristin Rullmann den Gedanken der Ausstellung.

Die aktuelle Sonderausstellung „Wer ist Carl I.? Auf den Spuren des Herzogs von Braunschweig-Wolfenbüttel“ wird auf Grund der großen Nachfrage bis zum 1. Februar 2015 verlängert.

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