Vor 1717: Das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel

Durch Erbteilung entstand im 14. Jahrhundert das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel. Dieses neue Herrschaftsgebiet setzte sich anfänglich aus weit verstreuten Besitzungen und Nutzungsrechten zusammen. Ab etwa 1400 verdichtete sich der lose Verbund zu einem festen Territorium mit einem Kerngebiet um Braunschweig mit den Städten Wolfenbüttel, Helmstedt, Königslutter und Schöningen. Die Stadt Braunschweig war zu jener Zeit weitgehend unabhängig vom Landesherrn. Wegen der immer deutlicher zu Tage tretenden Differenzen zwischen Stadt und Herzögen sahen diese sich schließlich gezwungen, die Stadt zu verlassen und ihren Herrschaftssitz 1432 endgültig in das benachbarte Wolfenbüttel zu verlegen. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gelang es den Welfen jedoch nach einigen erfolglosen Versuchen, Braunschweig wieder ihrer Herrschaft zu unterwerfen. Die durch Finanzprobleme und soziale Spannungen geschwächte Stadt öffnete den von Herzog Rudolf August (reg. 1666-1704) geführten Truppen im Juni 1671 die Tore. Zunächst mussten sich die Herzöge in Braunschweig mit provisorischen Residenzen begnügen. 

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