Hereinspaziert in die Geschichte: die Schauräume im Nordflügel

Die Ausstellungsräume zeigen einen repräsentativen Querschnitt der Architektur und Kultur am Braunschweiger Hof von der Biedermeierzeit bis zum Deutschen Kaiserreich. Die über fünzigjährige Epoche der Herrschaft von Herzog Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (reg. 1831-1844) steht hierbei im Mittelpunkt. Die Einrichtung besteht aus originalen Möbeln, Gemälden und Kunstgegenständen. Sie wurden vom Braunschweigischen Landesmuseum, vom Städtischen Museum Braunschweig, vom Herzog Anton Ulrich-Museum, vom Hoffmann-von Fallersleben-Museum sowie von Privatsammlern als Leihgaben zur Verfügung gestellt. Tapeten, Vorhänge, Decken und Fußböden wurden anhand historischer Quellen aufwändig rekonstruiert. Dieses Prinzip des „Raumkunstmuseums“ macht es heute wieder möglich, durch ein Schloss zu wandeln, das ein halbes Jahrhundert lang vom Erdboden verschwunden war, und dessen Einrichtung in alle Winde zerstreut war.

Die idealtypisch rekonstruierten Räume sind in Form einer Enfilade angeordnet; die Raumflucht führt von den halbprivaten Wohnräumen bis hin zu den hochoffiziellen Staatszimmern. Um den authentischen Raumeindruck nicht zu stören, wurde auf Vitrinen sowie auf Texttafeln in der Dauerausstellung weitestgehend verzichtet. Stattdessen berichtet ein Audioguide davon, was einst in diesen Räumen geschah, und welche Geschichten sich mit den Herzögen und Herzoginnen verbinden, die in den Porträts gegenwärtig sind. 

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