Europas letztes Rendezvous. Die Hochzeit von Victoria Luise und Ernst August

25. Mai bis 27. Oktober 2013

Am 22. Mai 1913 kamen im Berliner Schloss die gekrönten Häupter der europäischen Großmächte an einer prachtvoll gedeckten Galatafel zusammen. Anlass war eine Hochzeit, die noch wenige Monate zuvor unmöglich erschien: die Vermählung der Kaisertochter Prinzessin Victoria Luise von Preußen mit Ernst August, Herzog von Braunschweig und Lüneburg. 

Glanzvoll und medienwirksam wurden in Berlin die viertägigen Hochzeitsfeierlichkeiten inszeniert. Durch die Teilnahme von Zar Nikolaus II. von Russland und König Georg V. von Großbritannien erhielt das private Fest politischen Charakter und wurde zu einem herausragenden gesellschaftlichen Ereignis. Nur ein Jahr später standen sich die königlichen Gäste als Feinde im Ersten Weltkrieg gegenüber. 

Einhundert Jahre später wird nun im Weißen Saal des Braunschweiger Residenzschlosses, das von 1913 bis 1918 Sitz des Herzogspaares war, eine kleinere Version dieser Galatafel eingedeckt. Höhepunkt der Ausstellung ist der originale Tafelaufsatz, der 1913 im Berliner Schloss in Gebrauch war: das preußische Städtesilber mit vergoldeten Tafelaufsätzen, Jardinieren, Leuchtern und Silbergeschirr. Filme, Gemälde, Fotografien, zeitgenössische Berichte und Urkunden wie der Ehevertrag dokumentieren das Fest und seine Vorgeschichte. 

Erstmals werden auch Hochzeitsgeschenke aus Braunschweig gezeigt. Sie erinnern an die Bedeutung der Berliner Hochzeit für das Herzogtum Braunschweig: Ein letztes Mal kam mit Ernst August ein Welfe auf den Thron im Braunschweiger Residenzschloss. 

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