2004: Entscheidung für den Wiederaufbau des Schlosses

Seit den 1980er Jahren gab es immer wieder Ideen, an frühere Schlossaufbaukonzepte anzuknüpfen. Aber erst der Wunsch eines Investors nach einem Einkaufszentrum im Schlosspark belebte die Diskussion. Es zeichnete sich alsbald ab, dass das Center nur mit gleichzeitigem Wiederaufbau des Schlosses realisiert werden sollte. Der Vertrag zwischen ECE-Management und Stadt wurde am 8. Juli 2003 unterzeichnet, von Gegnern angestrengte Klagen scheiterten, der Rat stimmte am 5. Juli 2004 mehrheitlich zu. Die Stadt entschied sich zur Nutzung von 13.000 qm des Schlossinneren durch kulturelle Einrichtungen.

Die vergrabenen Quader des Portikus und der Säulen wurden geborgen. Ca. 650 Steine konnten nach Plänen von 1960 wieder an ihrem ursprünglichen Platz eingesetzt werden. Der Portikus und die Freisäulen bestehen nun zu 90% aus Altsteinen. Auch in den Fassaden wurden Altsteine verbaut, die an ihrer dunkleren Farbe gut zu erkennen sind. Im März 2007 war das Schloss auf diese Weise weitgehend neu entstanden: die Dreiflügelanlage mit voller Geschosstiefe, originaler Dachlandschaft und fünf originalgetreuen Außenfassaden prägt seither wieder das Stadtbild.

Image: 

Tag-Schlossgeschichte: