1944: Zerstörung des Schlosses im Krieg

Im Zweiten Weltkrieg wurden fast 50 % des Schlosses durch Bombentreffer zerstört. Fenster und Türen der Ruine wurden nach 1945 vermauert, die Treppenzugänge abgerissen und das Gelände eingezäunt. Da jedoch wesentliche Teile der Bausubstanz erhalten waren, schien der Wiederaufbau des Schlosses nicht abwegig, zumal das Vorhaben auf breite Zustimmung in der Bevölkerung stieß. Nicht weniger als sieben Wiederaufbauplanungen und vier Substanzsicherungen standen bis 1960 in einer Reihe von Maßnahmen - in die Tat umgesetzt wurde keiner dieser Pläne. Sie scheiterten alle an ungeklärten Zuständigkeitsfragen zwischen der Stadt und dem Land sowie den unterschiedlichen Interessen privater Investoren und der Stadt. Alle damaligen Pläne beinhalteten massive Eingriffe in die Substanz des Schlosses. So war stets vorgesehen, den stark zerstörten Nordflügel und eventuell auch das übrige Gebäude bis auf den Portikus abzureißen. Keiner der Pläne sah einen vollständigen Wiederaufbau vor. Zur Debatte standen verschiedene Varianten einer Mischung aus kommerzieller und kultureller Nutzung mit Hotel, Kongresshallen, Kinos, Restaurants, Vortragssälen und Studiobühnen.

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