1935-1944: Das Schloss als SS-Junkerschule

Mit der Umwandlung des Gebäudes in eine SS-Junkerschule 1934 mussten die bis dahin im Schloss untergebrachten kulturellen Institutionen weichen. Aufgabe der paramilitärischen Schulungsstätte war es, den SS-Offiziersnachwuchs auszubilden. Die erste Führerschule der SS-Verfügungstruppe gründeten die Nationalsozialisten 1934 in Bad Tölz. Generalleutnant a.D. Paul Hausser erhielt den Auftrag, eine zweite Schule in Braunschweig einzurichten. Hausser ließ das Schloss umbauen, um darin rund 240 Offiziersanwärter beherbergen zu können. Einige der historischen Räume wie der Palisandersaal blieben jedoch erhalten. Die Anstalt wurde im Juni 1935 offiziell als Führerschule eingeweiht und 1937 in SS-Junkerschule umbenannt. Für die Jahre 1941 und 1942 ist der Arbeitseinsatz von KZ-Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald in der Junkerschule belegt.

Über das Aussehen der Räumlichkeiten und die inneren Verhältnisse der SS-Schule ist sehr wenig bekannt. Es liegen lediglich Unterlagen mit Lehrinhalten und Prüfungsfragen vor. Die SS-Junkerschule wurde nach den Bombenangriffen auf Braunschweig im Februar und März 1944 nach Posen-Treskau im besetzten Polen verlegt.

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