1884-1913: Auswärtige Herzogsregenten in Braunschweig

Herzog Wilhelm starb 1884, ohne einen direkten Erben zu hinterlassen. Auf Druck Preußens konnte ab 1884 kein Welfe aus dem 1866 von Preußen annektierten Hannover in Braunschweig regieren. In einem noch zu Lebzeiten Wilhelms ausgearbeiteten Gesetz wurde daher geregelt, dass die Landesversammlung auswärtige Fürsten zu Herzogsregenten wählen konnte. Der erste dieser Regenten war Prinz Albrecht von Preußen (1837-1906), ein Neffe des Kaisers. Er verwaltete das Land im Sinne der gewachsenen Strukturen, unterstützte die wirtschaftliche Entwicklung und ließ eine Reihe von teils repräsentativen öffentlichen Gebäuden errichten

Auch mit der Wahl des Nachfolgers Johann Albrecht zu Mecklenburg-Schwerin (1857-1920) traf die Landesversammlung 1907 keine schlechte Entscheidung für Herzogtum und Stadt. Der Bau von Museen und Sporteinrichtungen sowie die Förderung der Schulbildung lagen ihm besonders am Herzen. Als Präsident der Deutschen Kolonialgesellschaft brachte Johann Albrecht außerdem eine gewisse Weltläufigkeit in die Residenz, u.a. besuchte der König von Siam, Chulalongkorn, die Stadt – dabei zeigte sich der König fasziniert vom Schloss.
  

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