1815-1830: Karl II. und der erste Schlossbrand

Friedrich Wilhelms Sohn, Karl II. (1804-1873), erhielt das beim Wiener Kongress wiederhergestellte Herzogtum. Er war aber noch nicht volljährig, so dass König Georg IV. von England und Hannover als Oberhaupt des Welfenhauses zunächst die Regentschaft übernahm. Als Karl II. schließlich 1826 auf den Thron kam, sperrte er sich gegen die fälligen Reformen und geriet durch seinen autokratischen Regierungsstil sowohl mit der Verwaltung als auch mit der Bevölkerung seines Landes und sogar mit der eigenen Familie zunehmend in Konflikt. Das Herzogtum geriet bald in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die sozialen Spannungen nahmen zu und führten, verstärkt durch die selbstherrliche Regierungsweise von Herzog Karl II., zu Unruhen, die sich im Herbst 1830 entluden. Am 7. September steckte eine wütende Volksmenge aus Braunschweiger Bürgern unterer Gesellschaftsschichten, begünstigt von den damals herrschenden Schichten, das Residenzschloss in Brand. Herzog Karl II. floh für immer aus der Stadt. Die Zerstörung war derart weitgehend, dass ein Wiederaufbau nicht mehr in Erwägung gezogen wurde.

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